Ich war mit ehemaligen Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt in Mannheim. War nett, aber auch überwiegend ein bunter Reigen nicht ganz so schöner Geschichten.
Durch Verkauf bei Ebay ist das Zuhause nun frei von Sonos Produkten. Welche Freude, Nutzerkonto und App löschen zu können. Die Firma hatte kurz nach meinem Kauf (zum vollen Preis!) ein recht teures Produkt vom Update der App ausgeschlossen und damit auch die neueren Produkte behindert. Auch die letzten beiden Lautsprecher waren mir trotz neuer App zu begrenzt. Einfach mal Podcast vom Handy hören? „Nicht wirklich, weil offene Schnittstellen sind nicht so unser Ding.“ Willkommen Ruark und WiiM. Bin sehr zufrieden. Die spielen „alles“.
Mein runder Geburtstag. Diese Zahl, bin ich das? Vielleicht kann man sagen „an guten Tagen nicht, an schlechten schon“?
In der modernen Welt können mehrere Leute gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen bei mir klingeln. Die Gespräche sind nett. Aber wie immer denke ich mir, dass es besser wäre, wenn die anderen 364 Tage mal jemand reden wollte und sich das ein wenig verteilen würde. Abends gehen wir mit E. & T. in Heidelberg essen. In dem Restaurant, in dem dieses Jahr deren Hochzeitsfeier war. Ein schöner Abend.
Die erste Dezemberhälfte ist geprägt von häufigen Radtouren zum Unverpacktladen „Grünkern“ in Mannheim. Der Grund ist traurig. Der Laden muss schließen, weil Aufwand und Ertrag wohl nie in ein gutes Verhältnis gekommen sind. Ich kaufe viele Kilos Müsli, Tee und alles mögliche. Mehr, weil es weg muss und die Last für die Inhaberinnen senkt, als dass ein direkter Bedarf besteht. Wir werden noch lange an diesen verzehrbaren Souvenirs haben. Auch zur Schließung tauche ich, wie so viele andere, nochmal dort auf und erlebe Traurigkeit, aber auch gute Laune.
An einem Samstag, nach dem Parkrun, machen wir etwas, was wir seltenst machen. Wir geben den Hund ab und fahren mit dem Zug alleine weg. Ziel ist Mainz. Second Hand Läden, überhaupt kleine Geschäfte, Weihnachtsmärkte und der Besuch einer Bar. War nett. Dunkelheit mit Weihnachtsbeleuchtung ist wohl das weihnachtlichste, was ich in der Vorweihnachtszeit „fühlen“ kann.
Wenige Tage später fährt J. zu ihren Eltern nach Schweden. Strohwitwer sein, wäre witziger, wenn man der Typ wäre, der dann die Sau rauslässt. Andererseits ist es ein gutes Zeichen, wenn man diesen Drang nicht haben muss.
Dinge, die ich dann für zwei Wochen anders als im normalen Alltag mache: Mal wieder StreetComplete, mehr Netflix, etwas beim jungen Glück in Heidelberg an die Wand dübeln und mit Abendessen belohnt werden, eine Tour zu Engelhorn Sport, dann eine zu Decathlon (abgeschreckt von dem ganzen Plastik in allem (!), nichts gekauft), mit der S-Bahn mal zum Parkrun nach Karlsruhe (sehr nett, auch im Café danach, plus Stadtrunde mit dem Brompton, um zu bewundern, das sich in den 40 Jahren seit meiner Ausbildung dort „ein wenig“ verändert hat), am Tag darauf nochmal S-Bahn zu einer Wanderung aufs Weinbiet (gutes veganes Essen), abends noch mit Stirnlampe einen heruntergefallenen Ast im Stadtpark für einen Weihnachtsbaumersatz gesucht, gefunden und mit dem Schmücken begonnen (dieses Wochenende war schön, aber auch ermüdend 😉 ), beim Veganen Stammtisch in Mannheim teilgenommen (ich kann ja nach dem Anmelden bei solchen neuen Runden, regelmäßig kurz vorher ein „fremdeln“ aufbauen, aber war sehr nett 🙂 ).
Kurz vor Weihnachten ist meine Zeit als Strohwitwer beendet. Jeder von uns freut sich darüber. Ein gutes Zeichen.
Die übliche Frage, wie Weihnachten war, beantworte ich mit „Isoliert betrachtet sehr gut“. Wir hatten am Heiligabend Besuch. Dann ein Tag ruhig. Wobei man wissen muss, dass wir auch an Tagen, an dem man es nicht muss, früh aufstehen und mit dem Hund länger raus gehen. Erst danach wird dem Ruf des Sofas nachgegeben. Am zweiten Weihnachtstag wandern wir im winterlichen Wald und essen warmes, auf dem Campingkocher vor Ort gekochtes Essen, danach Tee und gebrannte Mandeln. Wir lachen über uns, weil wir Luxus bei so kleine Dingen fühlen können.
Weihnachten außerhalb unserer kleinen Blase lief dagegen nicht so gut: Schwiegermutter in Schweden ist gefallen, Krankenhaus, neue Robocop-Teile in die Hüfte. Und es gab eine Trennung über Weihnachten.
Das Chaos bei der Arbeit in jeder Minute um die Feiertage sei nur kurz erwähnt.
Silvesterlauf in Schifferstadt hat viel Spaß gemacht.
Und Silvester ab 16 Uhr lief so: Rollläden runter, um wenigstens Bruchteile des Straßenkampfes mit Böllererei vorm Hund zu filtern, laute Musik bis nach Mitternacht und Kümmern um den zitternden, nur noch vegetierenden Hund. Das Geknalle finde ich sch…., immerhin darf ich mit Wohlwollen laute Musik anmachen. Happy New Year!

Auf der Geburtstagskarte steht „You’re never too old to throw on some lycra and be magnificent“