Neujahrsmorgen. Viereinhalb Stunden Schlaf, dann raus aus dem Bett und um 9 Uhr Laufen bei Parkrun. Hat Spaß gemacht und der Tag verlief nicht so müde, wie ich befürchtet hatte.
Helfe J., auch eine Routine mit Kraftübungen anzufangen. Zwei Blätter mit ein paar Übungen als Starthilfe.
Abendessen mit Freunden bei L’Osteria, relativ neu eröffnet. Leider viel zu laut dort. Man muss schreien, um sich verständlich zu machen. Der Besitzer und der Inneneinrichter müssten gezwungen werden, dort mal ein paar Schichten zu arbeiten. Zusätzlich werden Pizzen serviert, die über den Tellerrand auf den Pulli der Bedienung hängen. Wenn man mit dem zu kleinen Teller Probleme hat, bekommt man ein großes Papier und schnippelt seine Pizza dann auf dem Tisch. Brauche ich nicht nochmal.
Krankheit schleicht sich bei mir an. Am Tag darauf geht es aber einigermaßen und ich möchte unbedingt beim Familien- und Freundeausflug, den ich eingefädelt habe, dabei sein. Zug nach Mußbach, Wanderung aufs Weinbiet. Sehr nette Begleitung, Schnee wie aus dem Bilderbuch, blauer Himmel, gutes veganes Essen auf der Hütte.
Abends schlägt dann die Grippe zu. Schmerzen und schlapp. Für Mo. und Di. muss ich mich krank melden. Grüße gehen raus an Herrn Ich-mag-keine-Lohnempfänger-Merz. Zwischendurch war Schneeschippen vorm Haus nötig. Macht nur begrenzt Sinn, da es alle anderen nicht machen. Aber wenn jeder so denkt.
Mittwoch erwischt es dann J. mit über 39 Grad Fieber und viel härter als ich es hatte. Möchte vorwegnehmen, dass sie die Influenza im Januar nicht mehr los werden wird. Oft Besserung erhofft, aber es läuft elendig langsam und mit Rückschlägen. Kein guter Jahresstart.
Mir geht es nach den zwei Tagen ausreichend besser und einer muss ja zwei Mal am Tag mit dem Hund raus. Ich arbeite wieder (nochmal Grüße!), dann noch einkaufen und Essen machen. Obwohl J. wenig Hunger hat, aber Nachschub an „gesunden“ Kalorien ist wichtig.
Damit die teuren Konzertkarten fürs Feierabendhaus nicht verfallen, nehme ich eine Freundin mit ins Konzert. Die nicht billigen Karten hatte ich gekauft, um unseren Alltag aufzupeppen. Na ja, das ist ja dann wenigstens teilweise gelungen.
Für meine Arbeit gilt seit Wochen und immer noch die Kategorie „anstrengende Phase“. Bei meinem nächsten Präsenztag in Mainz lädt meine Kollegin zu ihrem 40. zu einer Feier im Pausenraum auf dem Gang ein. Sowas gab es seit Beginn Corona nicht mehr. Kam bei den Kollegen gut an. Danach Teamsitzung und noch zum Italiener. Ich fahre mit dem Brompton von der Arbeitsadresse durch den Regen dorthin und komme als einziger mit Abstand pünktlich. Obwohl ich langsam mache. Kombination der Charaktermerkmale Zeitoptimist und Autofahrer beschert mit Wartezeit. Wäre wohl auch zu Fuß schneller gewesen. Spät nach Hause, Fahrrad – Zug – Fahrrad, morgens dann gleich nochmal früh raus, weil erneut nach diesem Muster nach Mainz. Das Thema Präsenztage wird wieder laut diskutiert. Der Effekt von z.B. einer Regelung derzeit diffuser Zuständigkeiten und grundsätzlich bessere Kommunikation wäre viel höher als nur der Arbeitsort. Der Einsatz von mehr Hirn wäre spürbarer als der Ort, zu dem dem man seinen Körper bringen muss.
Ich habe ein gutes Zitat gelesen, habe leider vergessen, wo. Es lautet: „Zuständigkeiten werden verteilt bis sie verdampfen.“
Privat leere und lösche ich Microsoft OneDrive und ziehe manches zum deutschen Filen um. Sehr befriedigend. Nicht alles muss in eine Cloud. Festplatte sichere ich lokal mehrfach. Aber bei mehreren Rechnern ist Cloud schon schick.
Sonntagsmatinee im Gesellschaftshaus. Zweite Kulturaktion, zu der ich Karten erstanden hatte. Diesmal kann J. mit. Ausgerüstet mit mehreren Sorten Hustenbonbons und -tabletten. Gut so, denn der Südwestfunk zeichnete das Konzert auf. Die Anspannung war da, aber Husten aus unserer Familie wurde nicht aufgezeichnet.
Es sagt wohl viel über mich aus, wenn ich trotz 5° und Regen mit dem Rad zum Lauftreff fahre, im Regen laufe, dann wieder nach Hause radle und dies dann als Highlight des Tages ansehe.
Am letzten Freitag des Monats mit Freunden zum Essen bei JouJou in Leistadt. Die Karte wurde seit unserem letzten Abendbesuch umgestellt. Es ist alles sehr gut und sehr nett, aber letztes Mal waren wir zufriedener. Hauptthema des Abends ist, dass E. und D. umziehen werden. Für uns unerwartet. Von einem zu großen Altbauhaus mit zu vielen Stockwerken, Platz und Dingen (meine Meinung) in eine modernere, noch immer große, aber im Unterschied kleinere Wohnung. Es bestand scheinbar die Befürchtung, dass wir diesen Schritt nicht verstehen. Wie man an meinen Formulierungen bestimmt merkt, finde ich die Reduzierung des Hausstands gut. Außerdem ist es gut, einen Plan zu haben und nicht in eingefahrenen Mustern zu verharren bis es zu spät ist.
Am 31. dann noch ein Tag „Guerilla Gardening“ hinter unserem Mehrfamilienhaus. Wir machen ja überhaupt nur „Lazy Gardening“, aber ab und zu muss dann doch mal in größerem Stil die Säge ran. Und die Heckenschere, die bei uns keinen leichten Job hat, weil die Bedienungsanleitung mit der max. Dicke des Schnittgutes zwar gelesen wurde, aber zur Bekämpfung des „Dschungels“ grob ignoriert wird.
Schade, dass dem Aufruf nur wenige gefolgt sind. Ärgerlich, dass man noch nicht mal reagieren kann. Schön, dass wir zu viert gut gearbeitet haben und auch noch Spaß beim sichtbaren Erfolg hatten.
Allgemeine Themen und „Restaufzählung“ für diese Monat: Ich war nochmal Parkrun Helfer, ein Schnitzprojekt habe ich fertig gemacht, habe Stranger Things fertig gesehen, war trotz Kälte und Regen laufen, schneller als in den Vormonaten. Meinen Problem-Achilles kann ich trotz dieser Anstrengungen wohl doch irgendwann in den Griff kriegen, muss aber aufpassen. Ich habe meine Kraftsportroutine durchgehalten. Man sieht und vor allem spürt es positiv. Viele Tage waren sehr ruhig. Klar, wenn der Partner krank ist. Ich war viel mit dem Hund unterwegs. Hatte leider aber auch ein paar Schlafprobleme. Insgesamt ein sehr müder Monat. Wenn man Jüngeren zuhört, ist das scheinbar nicht nur am Alter festzumachen oder nur mein Problem. Das hilft ein wenig beim Selbstbild. Auf einen gesünderen und wacheren Februar!















