Bin spät dran mit dem Rückblick, aber jetzt:
Da ist man mal im Büro und dann gibt es eine Evakuierungsübung. Schlecht geplant, weil der Eisladen noch geschlossen hatte. Allgemein viel Glaskugelpoliererei bei der Arbeit mit der Tendenz zum Schwarzsehen.
Nach ewig langer Pause geht J. mit mir eine Runde Rennrad fahren. Wird das wieder was, nun, da der Hund ohne Hektik alleine bleibt?
Eine 2. Impfung, die ihr mit Nebenwirkungen angekündigt wurde, hat diese leider auch.
Am 20., einem Samstag, geht es mit Zug und Fähre nach Schweden. Mal wieder nach J.’s Eltern sehen.
Obwohl im ICE Personal fehlt und wegen fehlender Selbstretter auf der Schnellfahrstrecke mit den Tunneln 4 Wagen geräumt werden müssen (hatten wir noch nicht, Bingo!), klappt das mit den Wandergruppen im Zug ganz gut und wir kommen halbwegs pünktlich in Kiel an. Die Kieler Woche bringt gegrilltes und alkoholiges in die heiße Sommerluft. Als Jugendlicher wollte ich immer mal zur Kieler Woche. Jetzt ist es zu heiß und wir denken auf dem Weg zur Fähre, Hauptsache schnell durch.
Ich habe keinen Urlaub und muss in Schweden arbeiten, was glücklicherweise auch mal über den Laptop aus der Ferne möglich ist. Klappt technisch gut. Man muss nur täglich einmal im Haus erklären, dass man keinen Urlaub hat und arbeiten muss. Und immer bereit sein, schnell mal Videokamera und Mikrofon abzudrehen.
Ich bezeichne mich dort gerne als Klimaflüchtling. Meine angenehmen Temperaturen werden von den Kollegen aus der deutschen Hitze regelmäßig abgefragt und diskutiert. Und ich freue mich, abends was machen zu können, ohne dass gleich Hirnschmelze einsetzt.
Am Wochenende machen wir beim Parkrun Skatås in Göteborg mit, mit nettem Gespräch bei Kaffee und Imbiss nach dem Lauf. Und wir fahren nach Öckerö, um wenigstens einmal im Meer schwimmen zu können. Kaltes Wasser, jedoch gerade deswegen angenehm. Trotz Kontakt mit brennenden Quallenfäden.
Wir erleben eine Verfolgungsjagd bei der Runde mit dem Hund in unserer Gegend. Fahrer von E-Roller flüchtet vor Polizei in Autos, auf Motorrädern, in Mannschaftsbus, zu Fuß und auf Fahrrad. Zweimal kreuzt der Flüchtige unseren Weg und ich rede mit dem schwedischen Motorradpolizisten, erkläre, den Fluchtweg durch das Wäldchen, ohne dass er merkt, dass ich einer dieser Ausländer bin. Dafür sollte ich ein Sprachzertifikat bekommen.
Leider erscheinen danach alle anderen Runden mit dem Hund noch langweiliger.
Hecke schneiden. Dem neuen Roboterrasenmäher die Welt und K. den Rasenmäher und dessen App erklären. Beide tun sich schwer.
Unsere ältere Tochter L. kommt mit ihrem neuen Freund M. zu Besuch. Was jedem Einzelnen gut tut. M. muss sich viele Geschichten anhören und in die familiären Verhältnisse „einschwingen“, aber er tut dies scheinbar mühelos und mit Humor.
Monatswechsel, to be continued,,,
Gewohnheiten, der neueren Art:
Alle Folgen von Fun Facts bei PeerTube schauen.
Die städtischen Bäume vorm Haus wässern, damit sie die Hitze überleben.
Einmal die Woche schwimmen gehen, meist zur Blies. Nicht weit weg, weniger Gedränge und Lärm als im Freibad.
Gesehene Filme: „Je m’apelle Agneta“, „Bumblebee“, „Shazam“, alle irgendwie witzig.
Zwei Konzerte beim Inselsommer in Ludwigshafen: „Bazaar“ und „Matakumbe“. Besonders Matakumbe fanden wir gut. Singen in Fantasiesprache, aber vor jedem Stück erklären, von was der Song handelt. 🙂






