Ich hatte mir den E-Reader InkBOOK Focus mal gekauft, weil Android, Apps, offen und so.
Die meisten Bücher leihe ich als E-Book in der Stadtbibliothek Ludwigshafen. Bücher besitzen muss ich nicht und besitzen im Zusammenhang mit E-Books ist sowieso eine Illusion. Man hat ja nur ein Nutzungsrecht, welches man nicht verkaufen oder auch nur verschenken kann.
Buch in der Onleihe-App auf dem Handy aussuchen und leihen, mit dem E-Reader Buch herunterladen, lesen.
Hat alles wunderbar funktioniert…
…bis das Upgrade auf die Onleihe 3 kam. Bei der Ankündigung hatte ich mich sogar noch gefreut. Die Benutzung der Onleihe 2 war ab und zu holprig, besonders am Wochenende ging manchmal gar nichts mehr. Und es wurde ja ein mehr versprochen.
Ernüchterung. Der Sachverhalt in Zitaten aus Antworten auf meine Mails:
- divibib Support: „Die Onleihe unterstützt E-Reader von Pocketbook und tolino. Die Funktionalität anderer Geräte schließen wir nicht grundsätzlich aus, können aber nicht garantieren – weder in Onleihe 2 noch Onleihe 3 – dass diese genutzt werden kann. Mit Inkbook gibt es keine Zusammenarbeit unsererseits. Die Onleihe 3 setzt bei Geräten mit Android mindestens Android 10 (eine Version von 2019) voraus – wenn das betroffene Gerät diese Mindestanforderung nicht erfüllt, kann die Onleihe-App darauf nicht installiert werden.“
- Support von inkBOOK Europe, Wroclaw, Polen, deswegen auf Englisch: „third-party apps can be installed by user with APKPure which is available in inkBOOK Plus. If Onleihe 3 support this version of Android of course. * This is not dependant on us, but on app creators.“
* geht ja nicht, siehe oben.
Ich konnte es nicht lassen, auf die Nutzlosigkeit des Supports hinzuweisen und noch nachzufragen „Can the Inkbook Focus’s browser be updated to support ACSM as a container format, which would allow the eBook to be downloaded directly? Tolino and Pocketbook can do this.“
Und die Antwort darauf: „ACSM files can be read in Adobe Digital Edition app. User must be logged in with the same credentials as on ADE on computer, and then synchronisation of files should work. Unfortunately it isn’t that quick, but this is how Adobe works.“
Der Stadtbibliothek Ludwigshafen können meine Probleme nicht ganz so wichtig sein. Man hat sich an einen Dienst gebunden und erwartet, dass alles funktioniert. Die Antwortmail war zumindest sehr freundlich.
Der Firma InkBOOK sind meine Probleme sogar egal. Sie haben mein Geld schon lange eingenommen, keinen Antrieb für ein Update und deren beste Lösung wäre natürlich ein Neukauf eines E-Readers ihrer Firma.
Jetzt ist das Ausleihen also ein Workflow geworden.
Die App der Onleihe ist nicht installierbar. da die Android Version dies ausschließt. Und das online angebotene Format ACSM verarbeitet der Browser nicht.
So bleibt mir nur noch die Mühe übrig, immer einen Computer und Adobe Digital Editions zu benötigen, um ein Buch im Reader lesen zu können. Buch über ADE laden und per Mail an den Reader senden. Immerhin funktioniert dieser Weg noch.
Während des Radurlaubs mal schnell was laden und lesen, vergiss es.
Rückschritt durch Fortschritt.
Mal wieder ein Fall von Hardware, die ausreichend gut ist, aber wegen der Software auf dem Müllberg landen könnte.
Da mein E-Reader sowohl in der Bedienung gut genug ist und auch der Akku noch wie neu seine Arbeit verrichtet, möchte ich ihn aber weiter nutzen.
