Eine Unsitte der Fahrradhersteller ist es, kleine Rennräder mit Lenkern in Standardbreite zu verkaufen. Schade ist es, wenn man (ich) Jahre braucht, diesen Zustand zu verbessern. Wir hatten mal kürzere Tretkurbeln einbauen lassen. Mit dem Ergebnis, dass J. spürbar schneller unterwegs war. Das Thema Lenker wurde damals vertagt. Aber jetzt!
Nach längerer Rennradpause fühlte sich J. unsicher. Verständlich, wenn man die Bremsgriffe von oben nicht bedienen kann und bei Gefahr erst auf den Unterlenker umgreifen und sich trotzdem zu den Hebeln strecken muss.
Nach Probefahrt eines kleinen Lenkers bei B., einer Parkrun-Bekanntschaft, die sich mit Rennradtuning für ihre kleine Größe auskennt, nahm die Sache Fahrt auf.
Kinder-Junior-Lenker in Gr. 34, also Schulterbreite, bei Gunsha in der Oberpfalz bestellt. Den 40er Lenker ausgetauscht. Nach erstem Test dann noch Lenkerband hier im Radladen geholt und mit Videohilfe dann auch gleich gut angebracht. Die Züge sind vielleicht etwas zu lang, aber nicht so lang, dass man sie kürzen muss. Alles funktioniert und es sieht nicht seltsam aus.
Nicht nur die Breite des Lenkers ist geringer. „Alles“ ist kleiner. J. kann jetzt sogar bequem (so bequem es auf Rennrädern sein kann) auf dem Unterlenker fahren. Und bremsen! 🙂
Lenker plus Versand, 42,80 €. Lenkerband 19,90 €. Das ist auch ein bemerkenswertes Verhältnis.
Arbeitszeit am Lenker, insgesamt vielleicht 2 Stunden. Dann noch Bremsen und Schaltung eingestellt und leichtgängiger gemacht. Neue Schaltungen und Bremsen sind leichtgängiger, aber jetzt wollen wir erstmal sehen, ob wir nun wieder regelmäßig aufs Rennrad steigen.
Zwei Sonntagvormittage hat es schon einmal geklappt…
