Silberblock

Blick in einen prunkvollen Konzertsaal mit hohen Decken und Kronleuchtern, in dem viele meist ältere Menschen in Reihen sitzen und applaudieren, während vorne auf der Bühne ein kleines Kammermusikensemble mit Streichinstrumenten den Applaus entgegennimmt.

Am Sonntag waren wir bei einer Matinee im Gesellschaftshaus der BASF. Mal wieder Kultur tanken, den Horizont erweitern.
Tolles Konzert in einem sehenswerten Gebäude. Aber darüber will ich gar nicht schreiben.

Beim ersten Blick in den Saal fielen mir gleich die vielen grauhaarigen Köpfe auf.
Färben scheint mir, wie ich finde zum Glück, nicht mehr so modern zu sein. Ein paar jüngere Köpfe waren natürlich auch dazwischen und selbst wir haben doch noch das Durchschnittsalter im Saal gesenkt. Das Gefühl wird man nicht mehr so oft erleben.

Eintritt, Getränk in der Pause und danach noch zum Mittagessen ins Restaurant. Dieser Plan für die Zeit nach dem Konzert wurde in einem Gespräch mit einer Bekannten offenbar. Klar, dass hier nicht der Durchschnittsrentner sitzt, der den Euro zählen muss.

Deswegen halte ich es für ein erstrebenswertes Ziel, mal ein Teil dieses „Silberblocks“ zu werden.
Gesund und mobil sein, genug Geld haben, um es für schöne Stunden auszugeben. Toi, toi, toi.

4 Kommentare

  1. Dieses Silberlockenpublikum verfolgt mich. Früher bei der Tanzband, jetzt bei der Bigband.

    Befürchte ja, dass unser Publikum demnächst ausgestorben sein könnte.

    • Die Theorie hatte ich auch ausgesprochen, aber es wächst ja immer was nach. Wir, zum Beispiel.

  2. […] Sonntagsmatinee im Gesellschaftshaus. Zweite Kulturaktion, zu der ich Karten erstanden hatte. Diesmal kann J. mit. Ausgerüstet mit mehreren Sorten Hustenbonbons und -tabletten. Gut so, denn der Südwestfunk zeichnete das Konzert auf. Die Anspannung war da, aber Husten aus unserer Familie wurde nicht aufgezeichnet. […]

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