Monatsrückblick Februar 2026

Collage aus vier Fotos: oben links eine Person in oranger Jacke mit Hund im Regen auf herbstlich bedecktem Gehweg neben geparkten Autos, oben rechts schmutzige gelbe Laufschuhe auf nassem Gras, unten links ein nachts angestrahltes Gebäudedetail des Rosengarten in Mannheim vor bewölktem Mondhimmel, unten rechts bunte Papierschnipsel auf grauen Pflastersteinen.

Kurzer Monat, ich versuche es möglichst gerafft:

Die Influenza lässt J. auch im Februar noch nicht los. Ich bin erstaunlich gut weggekommen. Ich bin deswegen ungewohnt viel alleine mit dem Hund unterwegs. Und ich werde in diesem Monat dadurch und auch beim Sport sehr oft nass.

Sport: Ich war beim Gute-Nacht-Lauf, jedes Mal beim Tuesday Run Club und bei allen Parkruns. Trotz Regen, Kälte und Müdigkeit in die Sportklamotten, zum Start radeln und laufen. Diese Medaille habe ich mir verdient.
Obwohl ich teilweise wieder gut unterwegs bin (schnellster Lauf seit Januar 2025 geschafft) und den Achilles reize, halte ich die Belastung wohl vor der „roten Linie“ und es wird gaaanz laaangsam besser. Ich glaube immer mehr an meine ständige Behauptung.
Ende des Monats endete Frostpendeln und ich habe seit Anfang November 723,35 Kilometer auf dem Rad gesammelt. Da ich nicht nennenswert pendeln muss, bin ich damit zufrieden.
Wir haben uns beim Optiker jeweils eine Sportbrille mit Gleitsicht (teuer) bestellt. Und zwar nicht wegen „cool“, sondern zum Schwitzen. Man kann von den eingesetzten Euros auf die Bedeutung von Bewegung bei uns schließen.

Arbeit: Durchmischtes Chaos, tlw. unklare Schnittstellen und Zuständigkeiten, unterschiedliche Ziele, viel nerviges Gejammer. Für die geforderte Präsenz habe ich nun ein Schließfach, damit ich an diesen Tagen mit Tastatur und Maus auch flott und ohne ständigen Umzugsaufwand arbeiten kann. An den Präsenztagen rede ich mit den Kollegen, mit denen ich auch an den anderen Tagen ständig Kontakt halte. Plus nette, aber wenig wertschöpfende Plaudereien mit anderen Präsenzlern, mit denen ich aber gar keine Schnittstellen habe. Mit meinem Chef ergibt sich wenig, er hat Dauerstress und er darf vielleicht nicht so lange aus seinem Büro raus? Vollkommen okay für mich. Jedoch ist der kommunizierte Sinn und die Erfordernis der Präsenz real nicht zu erleben.
Am Rosenmontag fahre ich zu meiner letzten Arbeitsstelle (dort keine Faschingsmenschen), um ein Projekt anzuschieben. Werde überwiegend sehr nett empfangen. Sehr gute Besprechung. Wie oft kann man das heutzutage noch so sagen? Die wenigen Kotzbrocken von damals, die mir diesmal auf dem Gang auflauern, sind aber mindestens noch genau so doof unterwegs, so dass ich mich auf der Heimfahrt freue, dort nicht mehr arbeiten zu müssen.
Vorstands-Webcast mit der Nachricht, dass 6.000 von 14.000 Mitarbeitern bis 2030 gehen müssen. Vorteil des Alters ist, dies erstens gelassen sehen zu können und zweitens gut zu finden, dass in diesem Zusammenhang hoffentlich auch mal nicht wertschöpfende Tätigkeiten gestrichen werden.

Zwei Fahrräder vom Herbst-Winter-Dreck befreit und gepflegt. Das ist deswegen eine Nachricht, weil ich dafür, vor allem wenn es kalt ist, keinen Sinn habe. „Benutzen vor putzen.“ Es freut mich aber sehr, wenn die Räder jetzt wieder schön schnurren. Vor allem das Brompton sammelt bei schlechtem Wetter wohl durch die kleinen Räder gerne Dreck. Die Kunststoffumlenkrollen der Kette sind bei meinem Modell sehr schwer zu reinigen und da müsste ich sogar nochmal dran. Mhm.

Da fällt mir jemand ein, der seine vielen Räder gerne putzt. Wir waren mal wieder mit E. & D. abends zum Essen unterwegs. Zum zweiten Mal beherrschte das Thema Umzug mit Verkleinerung der Wohnfläche (auf eine immer noch große Quadratmeterzahl) den Abend. Ich bin eher in der Liga „Für was der ganze Sch…?“. D. macht auf locker, aber da gärt wohl ein Schmerz.

Ich werde Sachen bei Ebay los. Endlich mal wieder was mit Doppelfreude. Denn es ist nicht nur weg, der Aufwand hat sich diesmal gelohnt. Das hat man ja nicht allzu oft.

Statt schwierigem Verkaufsversuch installiere ich Linux Mint MATE auf einem zu alten Apple Mac Mini, der für sein Originalbetriebssystem zu schwach und nicht aufrüstbar ist (damals Fehlkauf!). Funktioniert ganz gut, ist halt trotzdem lahme Hardware. Öfter mal Fehlermeldungen bei Updates, die aber scheinbar fehlerfrei ausgeführt werden. Ansonsten macht das Teil jetzt ausreichend Spaß, ist absolut leise und ich liebe es, dass im Schickimicki-Gehäuse jetzt Linux werkelt. Ein alter PC, der beim Betrieb immer Geräusche machte, deren Quelle ich nicht finden konnte, kann nun zum Elektroschrott.

Der Nachwuchs in Heidelberg hat sich finanziell beraten lassen und sie besichtigen ein Haus. Spannend. Und dann auch noch mit einem unerwarteten Ausgang. Denn nach der Besichtigung (Haus war nicht 100% optimal) wurde uns die Einsicht kundgetan, sie seien wohl noch zu jung für Besitz und die derzeitige Bleibe sei ja günstig und passt noch. Hauskauf erstmal vertagt.

Noch ein Zitat, welches mich angesprochen hat: „Ich möchte Menschen um mich haben, die durch Zufall in mein Leben purzeln und mit Absicht bleiben.“

Ich hatte noch den Impuls, KI, Weltlage und schräge Politik zu kommentieren. Aber es bringt, zumindest hier, rein gar nichts. Will nur sagen, dass ich immer mehr unzufrieden und verständnislos bin.

1 Kommentare

  1. „Ich möchte Menschen um mich haben, die durch Zufall in mein Leben purzeln und mit Absicht bleiben.“

    Ähm, da war doch was? Sollten wir jetzt endlich mal planen.

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