Monatsrückblick September 2026

Ein Teil vom September sind wir ja noch fröhlich geradelt. Den Rest des Monats habe ich eher müde in Erinnerung.

Das Campingchaos reinigen und wegräumen ging in kleinen Häppchen über mehrere Tage insgesamt schnell. Den neuen Baum vorm Haus hatte in meiner Abwesenheit niemand gewässert. Ob er durch die Hitze jung verstorben ist oder noch Überlebenskraft hat, bleibt trotz meiner nun täglichen Bewässerung unklar. Den Garten habe ich mit dem Rasenmäher traktiert. Nicht um zu mähen, sondern um das Sommer(!)-Laub zu häckseln.

In der Lampe in der Hofeinfahrt flatterten zwei durch das grelle Licht aufgeschreckte Fledermäuse. Abends hatte ich keine Kraft mehr, danach zu schauen. J. berichtete, dass eine wieder herausgefunden hat und eine tot in der Lampe läge. Deswegen hatte ich mir Zeit gelassen, den bewegungslosen Körper zu entsorgen. Die Hausgemeinschaft war natürlich der Meinung, dass das eine Aufgabe für mich sei. Als ich das Glas der Lampe von der Leiter aus weiterreichte, erkannte J., dass die Fledermaus atmet. Wasser geben, funktionierte nicht. Aber nach ein paar Minuten gingen die Ohren hin und her, der Kopf hob sich und sie flog davon.

Die nach dem Urlaub vorgefundene Arbeitswelt war nicht so gruselig, wie ich befürchtete. Nur normales Chaos und wenig spürbarer Fortschritt. Zum Arbeiten 3 x nach Mainz und 1 x zu einem Workshop nach Duisburg gefahren. Termin beim Betriebsarzt ergab, dass ich weiterarbeiten darf. Ganz angenehm, dass der Arzt (selbst im Rentenalter) Humor hatte.

Erdbeben der Stärke 3,4 in Worms. Nichts gemerkt.

Einige Tage lang hatte ich ein Fotobuch mit den Urlaubsfotos zusammengeklickt. Sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Erinnerungen zum Anfassen werden immer wichtiger.

J. wurde mit 45 Minuten Vorlauf als Ersatzteilnehmer zu einer WOW-Führung hier im Viertel eingeladen. Sie nahm teil, lernte was und konnte ein wenig mit A. quatschen.

Parkrun wurde einmal abgesagt, weil mal wieder Bäume auf die Strecke gefallen waren. Ansonsten fleißig bei Parkrun und Tuesday Run Club mitgemacht.

Ende des Monats ging es wieder nach Schweden. Zug nach Kiel, Fähre nach Göteborg. Stressfrei und pünktlich. Besuch bei meinen Schwiegereltern. Kleine Tätigkeiten, wie Heckenschneiden und Verlängerungskabel legen, weil K. eine Wandsteckdose beim Verrücken der Tiefkühltruhe schrottete. Zum Glück ging danach kein Internet, denn das führte zum Entdecken und hat das Gefrorene gerettet. Am Tag darauf die Steckdose erneuert. Mit miesem Werkzeug, aber überlebt.
10 km gelaufen. Weil ich das wegen Achilles nicht jeden Tag machen kann, ist die restliche Zeit des Besuchs oft recht langweilig für mich gewesen. Aber man sagt ja, dass das auch mal gut ist.
Immer wieder kleine Reibereien, Worte auf der Goldwaage, Stimmungslotterie. Hilfe wäre in verschiedenen Bereichen nötig. Helfen fällt schwer, muss ja auch angenommen werden.

Sehr schön war das Treffen mit A. und T., direkt nach unserer Ankunft. Spaziergang bei Marstrand bei bestem Wetter und danach in Kungälv vietnamesisch essen. Das Treffen hatten wir ausgemacht, weil die Schwiegereltern sagten, wegen Konzertkarten ab Nachmittag außer Haus zu sein. Das Konzert war dann doch am Abend vor unserer Ankunft. Termine, schwierig. Aber so hatten wir einen schönen Ausflug.

Vieles möchte ich hier nicht öffentlich schreiben. In diesem Monat ging es viel um Zusammensein, Identität, nach innen horchen, gut kochen und natürlich gut essen. Es wird mehr gestrickt, genäht und sich besucht.

Gelesen: Shiori Ota, „Das kleine Café der zweiten Chancen“ und Matt Haig, „Ich und die Menschen“.
Gesehen: Letzte Staffel von „Resident Alien“, „Glenkill“, „Enola Holmes 3“, „Last Night of the Proms“ und das SWR3-Konzert von Clueso.

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