In unserer Wohnstraße stehen leider oft Lieferwagen und kleine Laster, gerne unter teilweiser Nutzung des Gehwegs geparkt. Der hier bringt mich wenigstens regelmäßig zum Kalauern.
„Wenn was putt ist, hol ich den Chniker.“
„Es ist kaputt, was mach ich nur?“ Hol doch den Chniker zur Peratur“
„Der Chniker kann alles reparieren, Probleme hat er beim Stabieren.“
Okay, ich hör ja schon auf. Mehr Wortfindungen sammeln sich hier.
Habe das Jubiläum leicht verschlafen. Wir sind etwas mehr als 13 Jahre Nutzer von Carsharing und ohne eigene Karre.
Insgesamt sind wir gerundet 77.000 Kilometer gefahren. An normalen Tagen machen wir alles mit den eigenen Beinen, zu Fuß oder auf dem ein oder anderen Fahrrad. Wenn das nicht geht, werden öffentliche Verkehrsmittel genutzt. Da bleibt nicht mehr viel Autonutzung im Alltag übrig. Wir haben immer darauf geachtet, nicht mit einem Auto zur Arbeit pendeln zu müssen. Deswegen halten sich die Kilometer auch so in Grenzen. Die meisten Kilometer kamen durch Verwandschaft in einem anderen Land, verbunden mit Urlaub, zustande.
Alles zusammen hat gerundet 26.000 € gekostet. Das ergibt 0,34 € pro Kilometer. Oder anders gesagt, sind das gerundete 83 € Kosten im Monat. Und „alles“ ist wirklich „alles“, denn tanken (Fossil oder Strom), Versicherung, Steuern, Inspektion, Reparaturen, Reifen, Autowäsche, usw. sind da drin enthalten.
Der Komfort ist dabei höher als bei unseren letzten eigenen Autos. Inspektion, Reparaturen, Reifen kümmern mich zum Beispiel nicht mehr. Wird gemacht, aber nicht mehr von mir. Und vom Kleinwagen bis zum Transporter können wir immer das passende Gefährt wählen. Ein Auto per App buchen dauert weniger lang, als hier in der Nähe der Wohnung einen Parkplatz zu finden. Unbezahlte Werbung und als Empfehlung, weil wir so zufrieden sind: Wir sind bei Stadtmobil.
Sag niemals nie, aber aus heutiger Sicht, möchte ich kein eigenes Auto mehr besitzen. Bei unserem Fahrverhalten haben wir durch Carsharing Geld gespart, auch wenn man die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel addiert. Und während andere z.B. Reifen wechseln (lassen) oder sich mit Autowäsche beschäftigen, mache ich etwas für mich sinnvolleres.
Das Foto habe ich vor kurzem vor der Heimfahrt vom Neckarau Parkrun in Mannheim gemacht. Ich bin froh, dass ich die Schnecke vorm Losfahren zufällig entdeckte und auf einen Baumstamm setzte. Das hätte ansonsten bestimmt ein unlustiges Ergebnis für die Schnecke gegeben. Wir fahren eigentlich nie langsam und Fliehkraft kennt kein Pardon.
Soweit so uninteressant putzig.
Heute habe ich zum zweiten Mal eine KI gefüttert, um einen passenden Blogtext zu erzeugen. Faulheit oder Neugier oder beides. Eher Neugier, denn heute sah ich Beispiele im Netz, wie das neuste Spielzeug der Forschung aus einem Foto oder Gemälde realistische Videos nur mit dem Foto und einem Audiofile macht. Da sollte doch ein kurzer Text machbar sein. Ich habe für meine bedeutend simplere Aufgabe mehrere Versuche und Anpassungen gemacht, denn natürlich bestimmt die Frage gerade bei einer Software, die keinen sozialen Rahmen mit mir teilt, die Art und Qualität der Antwort.
Ich fasse das mal so zusammen: Da schreibe ich lieber weiterhin selbst. Genau so uninteressant, aber mein lokal erzeugtes Handgetippe ist ohne Stromkosten einer KI deutlich weniger peinlich. Noch…
Viel Krise, Bedrohung und Elend in der Welt. Ein realitätsfernes Wochenende im Wald war willkommen. Na ja, bevor hier falsche Eindrücke entstehen, „im Wald“ im Sinn von „abgeschieden, kein Mobilfunknetz, keine Nachrichten“, aber doch „Hotel mit Drei Gänge Menü, im Wald, aber mit eigener Bahnstation“. Wer es genau wissen will, kann ja mal „Eiswoog“ in die Suchmaschine des Vertrauens tippen.
Erfreulich, dass E. gefragt hat, ob wir das mal wieder machen können, um es auch ihrem Zukünftigen zu zeigen. Positiv fürs Selbstbild, wenn einem die Jugend weniger peinlich findet und auch Kontakt sucht. So waren wir mal wieder zu viert plus Hund unterwegs.
Wegen zu viel Regen am Anreisetag haben wir diesmal auf die 45 Kilometer auf dem Fahrrad verzichtet und sind sehr stressfrei mit Bahn und VRN-Ticket angereist. Wegen Feiertag fuhr die Bahn bis ans Ziel, einem Haltepunkt am „Ende der Welt“ oder zumindest am Prellbock vor der Brücke und man musste nur den kurzen Weg durch Bäume hinab zum See, um einzuchecken. Der Heimweg am Sonntag bot dann auch diesen nahen Nahverkehr.
Im Hotelcomputer sind wir als „vegan“ hinterlegt. Ich stelle mir immer vor, dass da „vorsicht vegan“, auf Pfälzisch „owwacht“ oder schlimmeres steht. Aber das ist natürlich nur ein witziger Gedanke, denn wir gehen ja deswegen hin, weil es etwas für uns auf der Speisekarte gibt. Wenn das Servicepersonal noch lernen würde, dass Muscheln und auch Garnelen nicht passen, auch wenn es hintereinander abgefragt wird, würde man sich nicht so als Sonderling vorkommen. Die Gänge, um in der Küche zu fragen, was die Herrschaften denn essen könnten, würden auch wegfallen. Es hätte also jeder was davon. Beim Frühstück ist auch noch viel Luft nach oben, aber wir hatten diesmal keine Lust zu verhandeln. Auch hier ein Hinweis, damit das nicht falsch ankommt: Alles kein Problem, Humor und Laune sind reichlich vorhanden. Wir sind dort immer zufrieden, sonst wären wir keine Wiederkehrer.
Wir waren wandern, haben viel geredet und viel gegessen. Laune und Stimmung waren sehr gut. Eine schöne Zeit.
Ich musste in den Tagen öfter dran denken, dass ich dort als Kind mit meinem Eltern vor allem zum Pilze sammeln war. Einkehren war damals nicht angesagt. Das liebe Geld. Mal ein Eis für mich und vielleicht mal die Füße ins Wasser, eigentlich immer einen Beutel Äpfel auf dem Parkplatz kaufen (kann man heute noch) und dann nach Hause. Ich war als Kind oft an der Eisenbahnbrücke und an der -strecke, die damals auch hinter der Brücke noch befahren wurde. Diesmal war ich auch an der Brücke und habe diese und die Forellenteiche von oben fotografiert. Bevor das Gefühl, dass es die Mutter nicht mehr gibt und der Vater dort vielleicht nicht wieder hinkommen wird, zu groß wurde, bin ich zu den anderen zurück.
Wie man an den Fotos sieht, bin ich noch immer auf Schwarzweiß eingestellt. Diesmal sind die Fotos mit der Digitalkamera entstanden, weil ich die analoge Kamera nicht zusätzlich mitnehmen wollte. Der Film wartet also noch, woanders vollgeknipst zu werden.
Im April 2015 waren wir in Kopenhagen. Der schöne Turm mit den vier ineinander gedrehten Drachenschwänzen ist mir von der Movia Fähre aus bei sonnigem Wetter aufgefallen. Leider war ich für ein gutes Foto sowohl zu weit weg von „Børsen“ als auch auf einem fahrenden Boot.
Na ja, und wie das halt so ist im (Familien-) Leben, kamen wir vor der Abreise noch auf dem Weg von Irgendwo nach Hab-ich-vergessen nur kurz am Gebäude vorbei. Und so enstand dieser Schnappschuss bei bedecktem Himmel. Ich traue mich zu behaupten, dass ich die Radfahrerin fürs Foto abgepasst habe.
Und heute ist nun die Börse in Kopenhagen bei Renovierungsarbeiten in Brand geraten, viel ist nicht mehr zu retten und der Turm ist eingestürzt. Berührt mich.
Wir waren im Mannheimer Kunstverein (MKV) bei einer Ausstellung von Christoph Niemann. Seine Grafiken und Bilder fand ich schon lange sehr gut. Die Folge über ihn bei Netflix „Abstract – The Art of Design“ ist empfehlenswert. Und ich folge ihm auf Insta. Immer wieder sehr gute und einfallsreiche Sachen. Das Internet bietet viel davon, falls es interessiert.
Was ich aber fast noch sehenswerter fand als die Grafiken selbst (die kannte ich tlw. ja schon), war der ganze Raum im MKV. Die Ausstellung hat den Titel „Kontrast“ und das hat man unter Einbeziehung der Wände und des Bodens voll ausgereizt. Nicht nur Kunst im Raum, sondern Raum als Kunst.
Dass heutzutage jeder immer ein fotografierendes Handy dabei hat und soziale Medien als Werbung erkannt wurden, hat für Fotografierende den Vorteil, dass man beim Zücken einer Kamera in Museen o.ä. oft nicht mehr angeraunzt und verwiesen wird. Und weil das so ist, gebe ich hier vier Fotos zum Besten.
Aus dem Archiv, siehe Hinweis. Originaltexte in Anführungszeichen. Ursprünglich veröffentlicht am Donnerstag, dem 18. Juni 2009.
„Gestern in Frankfurt beim J.P. Morgan Corporate Challenge. Alle Disziplinen erfüllt.“
Kein besonders schmeichelhaftes Foto von mir. Aber irgendwie witzig. Außerdem muss ich mit einem guten Gefühl daran denken, wie lange ich schon laufe. Ich habe leider wenig Sinn dafür, mir solche Zeiträume zu merken. Das Foto ist 15 Jahre alt und davor war ich auch schon lange aktiv. Das gefällt mir.
Das Shirt habe ich mir mal bedrucken lassen. Das Motiv ist abgekupfert, wenn ich mich recht erinnere, von einem Graffiti. War eine der ersten Vektorgrafiken, die ich am Computer erstellt habe. Da mein Arbeitgeber Güterverkehr auf der Bahn betreibt, war für Gesprächsstoff beim Firmenlauf gesorgt.
Habe gerade entdeckt, dass man das Motiv auf allerlei Produkten sogar noch bestellen könnte.
Wir haben eine betagte, eher kleine Regentonne am Fallrohr der Regenrinne. Da wir nicht mit Trinkwasser und Schlauch den Garten wässern wollen, reicht diese nicht bzw. beim jetzigen Klima nicht mehr. Also hat die Hausgemeinschaft beschlossen, dass eine zweite und größere Regentonne her soll. Leider sind die Teile echt teuer. Und der Regendieb (ein schönes Wort) müsste außerdem höher gesetzt werden, was wohl das vorhandene Heimwerkerkönnen überfordert. Leider sind die modern designten Tonnen auch nicht besonders schön. Plastik mit Holzmaserung sieht aus wie Plastik mit Holzmaserung. Teuer und häßlich ist keine gute Kombination.
Freunde haben ihr Bad renoviert und so ist die alte Badewanne nicht im Müllcontainer, sondern bei uns gelandet. Frei Haus. 7 Euro habe ich insgesamt für einen neuen Abfluss mit Stopfen ausgegeben.
Eine alte Telefonkarte aus der Telefonzellenzeit mit der Aufschrift „Wir machen den Weg frei“ und dem Bild eines Kajakfahrers habe ich mit noch brauchbaren Silikonresten über den oberen Abfluss geklebt ist. Was den Weg des Wassers verhindert. Mein Humor…
Eigentlich hatte ich über einen Schlauch von der Regentonne zur Regenbadewanne nachgedacht. Aber wenn man sowieso wegen des Hundes öfter dumm im Garten wartet, kann man auch mal ein paar Kannen Wasser per Bodybuilding verlagern.
Obwohl sich jedes Jahr in der alten Tonne ein paar Stechmücken vermehren, erzeugt die neue Wanne Diskussionen über Tigermücken. Mal sehen, ob das überhaupt ein Thema bleibt und wenn, wie es gelöst werden kann.
Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Hat fast nichts gekostet, ist haltbarer und hübscher als Design in Plastik. Außerdem kann man beim Gartenfest gut Getränke darin kühlen.
Das Foto stammt aus Ludwigshafen, Frankenthaler Straße, ungefähr in der Höhe der Hausnummer 182 aufgenommen (siehe OpenStreetMap). Da komme ich unter der Woche öfter mal mit dem Rad vorbei und möchte dann nach oder zwischen den geparkten Autos links abbiegen.
Das Verkehrszeichen 240 führt zur Benutzungspflicht, so dass man als Radfahrer nicht mehr auf der Straße fahren darf. Na ja, Regeln halt. Man darf auf Radwegen auch nicht parken und das Ergebnis ist jeden Tag so ähnlich wie auf dem Foto. Die Stadt braucht Geld, aber Ahndungsdefizit.
Also auf die Straße. Verhindert Slalom. Verhindert Unfallgefahren mit Fußgängern, denn die Geschwindigkeit, die z.B. ein Vorbeikommen an einem Kinderwagen sicher bewältigt, heißt Stehen. Man tauscht zwar die Gefahr ein, aufgrund der dicken parkenden Autos mit dem Fahrrad in die Straßenbahnschienen zu geraten und Ärger mit fahrenden Autos zu bekommen, aber dafür wird man gesehen und taucht fürs Abbiegen nicht plötzlich hinter parkenden Autos auf.
Städte sind historisch gewachsen, Verbesserung an Infrastruktur kostet viel Geld. Parkende Autos von Gefahrenpunkten zu entfernen, ist aber machbar. Wenn man das will. Wenn man Unfallvermeidung höher priorisiert als „aber ich muss hier parken“.